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100 Jahre St.-Anna – Verabschiedung

 

In einer Feierstunde verabschiedete die St.-Anna-Realschule am Ende dieses Schuljahres drei Lehrerinnen nach insgesamt 104,56 Jahren oder genauer 38191 Tagen in den wohlverdienten Ruhestand. Nach der Begrüßung durch Schulleiter Rüdiger Schipper wurden die drei Mitarbeiterinnen und ihre langjährige Arbeit gewürdigt.  

Agnes Lefert begann ihren Dienst als Lehrerin an der St.-Anna-Realschule im Jahr 1993. In den nun folgenden 28 Jahren unterrichtete sie Französisch, Englisch und Hauswirtschaft. Unzähligen Schülerinnen und Schülern brachte sie in diesen Jahren das Kochen bei, organisierte und begleitete den alljährlichen Frankreich-Austausch. Wie engagiert sich Frau Lefert für ihre Schüler einsetzte beweist eine Anekdote aus ihren letzten Dienstjahren. Als eine Schülerin kurz vor dem Abschluss immer noch nicht wusste, wohin die berufliche Reise gehen sollte, wurde sie kurzerhand von Frau Lefert in Absprache mit den Eltern ins Auto gepackt. Die Fahrt ging an ein Berufskolleg, wo schnell ein den Interessen und Begabungen angemessener Platz für die Schülerin gefunden wurde.

Seit 1984 arbeitete Ruth Kreielkamp-Gesing als Lehrerin an der Schule. In dieser Zeit hinterließ sie sehr viele Spuren an der St.-Anna-Realschule. begleitete insgesamt 13 Klassen erfolgreich als Klassenlehrerin. Zudem engagierte sie sich besonders im Feld der Berufsvorbereitung. Auch dank ihres Einsatzes konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten ausloten, die Bildungsangebote weiterführender Schulen kennenlernen und erste Einblicke in die Berufswelt erhalten. Gemeinsam mit Reinhold Meinert etablierte sie auch den „EX-Perten-Tag“, bei dem ehemalige Schülerinnen und Schüler den Neunern von ihrem schulischen und beruflichen Werdegang berichten. Bei einer so umfangreichen Berufswahlvorbereitung ist klar: Wer an St.-Anna seinen Abschluss macht, findet auch einen Anschluss!

Noch etwas länger begleitete Frau Scheidgen das Schulleben an der St.-Anna-Realschule. Fast 40 Jahre unterrichtete sie in den Fächern Geschichte, Religion und Musik. Ihre besondere Leidenschaft galt dabei der Musik. So war sie maßgeblich an der Errichtung der Musikklassen beteiligt, die bis heute das Schulleben und auch das kulturelle Leben in Stadtlohn, sei es durch die musikalische Begleitung von Gottesdiensten oder öffentlichen Konzerten, bereichern. Eines allerdings fehlte in all den Jahren, was ihren Dienst an der St.-Anna-Realschule erst vollendet:die Mitgliedschaft in einer „coolen Band“. So bereicherte sie zu guter Letzt die Lehrerband bei der Zeugnisüberreichung und die Verabschiedung des 10. Jahrgansg.

Gerhard Schäfer richtete im Namen der Mitarbeiter Abschiedsworte an die Kolleginnen, die definitiv nicht antiquirt sind. So sind sie bis zum letzten Schultag engagiert und technisch interessiert geblieben. Der Dank der Schülerschaft ließ nicht lange auf sich warten. Begriffe wie „Ehrenfrau“ und „coole Socke“ drücken die Hochachtung für die scheidenden Kolleginnen aus.

Beste Wünsche und großer Dank kamen auch seitens der Elternschaft: Herr Lutum betonte, dass die drei scheidenden Mitarbeiterinnen den Geist von St.-Anna entscheidend mitgeprägt haben. So setzten sie sich immer für eine familiäre Gemeinschaft ein, in der Werte nicht nur unterrichtet, sondern auch gelebt werden.

Selbstverständlich ließen es sich auch die drei Damen von St.-Anna nicht nehmen, noch ein paar Worte an die Festgemeinschaft zu richten. Wie könnte es anders sein, durfte dabei natürlich die musikalische Untermalung nicht fehlen. Gerahmt vom hauseigenen St.-Anna-Song wurde betont, dass die Gemeinschaft und die Wertschätzung stets das Arbeiten erleichtert hat. Dies sollte auch in Zukunft beibehalten werden, so der Wunsch der drei, damit der „Gute Geist von St.-Anna“ stets weiterlebt. Denn, wie Pfarrer Weber mal in einem Grußwort schrieb: “St. Anna schließt nicht den Himmel auf, erweitert aber den Horizont.”

Begleitet wurde die Feierstunde durch ein musikalisches Bühnenprogramm voller Höhepunkte. Besonders zu betonen ist hierbei der Auftritt von Luisa Holtkamp (9a), die begleitet von Herrn Waschk am Klavier „Let it go“ von James Bay intonierte. Die Musikkabarettisten Brieden und Waschk amüsierten die Gäste sehr unterhaltsam mit Vorschlägen für einen neuen „Pausengong“ oder mehreren internationalen Versionen von „Hänschen Klein“.

Digitale Abschiedsgrüße gab es sowohl von den aktiven als auch von einigen ehemaligen Schülerinnen und Schülern. Hier wurde noch einmal deutlich, dass die drei Kolleginnen ganze Generationen begleitet und geprägt haben.

Zum Abschluss wurden den Mitarbeiterinnen noch ihre Urkunden und Geschenke überreicht, bevor dann beim anschließenden gemütlichen Beisammensein noch ein wenig Abschied gefeiert wurde.

Internationaler Englischwettbewerb an der St.-Anna-Realschule

Am 7. Mai dieses Jahres bot die St.-Anna-Realschule ihren Schülerinnen und Schülern des 5. bis 9. Jahrganges erstmalig die Teilnahme an dem europaweiten Englischwettbewerb The Big Challenge an. Durch diesen Wettbewerb konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Englischkenntnisse unter Beweis stellen. Normalerweise hätte der Test in der Schule stattgefunden, doch coronabedingt wurde dieser online durchgeführt.

Die Teilnehmenden saßen dazu zuhause und wurden im schulinternen Online-Klassenraum von einer Englischlehrerin betreut. Von dort aus mussten die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen Online-Fragebogen ausfüllen, der über 45 Fragen beinhaltete. Darunter waren Hörverstehens-, Grammatik-, Wortschatz- und kulturelle Wissensfragen, bei denen die Schülerinnen und Schüler unter Zeitdruck stand, denn der Test musste innerhalb von 60 Minuten absolviert werden. Zur Vorbereitung konnten sich die Teilnehmenden mithilfe einer App spielerisch auf den Englischwettbewerb vorbereiten.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien gab es im Forum der St. Anna Realschule eine große Siegerehrung. Dort wurden die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler einer jeden Jahrgangsstufe geehrt und erhielten einen Preis. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Chance auf Gewinne, wie zum Beispiel eine Sofortbildkamera, ein Tablet, Workshops oder sogar ein Auslandsjahr. Die St. Anna Realschule hat dieses Jahr besonders gut abgeschnitten. Auf Landes- und sogar Bundesebene erzielte sie im Vergleich mit den jeweiligen Jahrgangsstufe in der entsprechenden Kategorie überdurchschnittlich gute Ergebnisse. Die Sieger und Siegerinnen in der jeweiligen Jahrgangsstufe sind: Leah Rosing, Johanna Sophie van Bömmel, Jack Dertmann (Jahrgang 5), Laura Mensing, Nelia Cirtaut, Felix Alfert, Malte Vierhaus (Jahrgang 6), Theresa Kemper, Sontje Wilde (Jahrgang 7), Mia Duesmann, Rebecca Taylor (Jahrgang 8), sowie Jule Stödtke, Lena Knuf, Emmy Gehling (Jahrgang 9). Besonders erfreulich war das Ergebnis von Sophie Tenbrink (Klasse 8b), die nicht nur Schulsiegerin wurde, sondern auch auf Landes- und Bundesebene in der Kategorie Onlineversion Sprint insgesamt zu den besten drei Teilnehmenden gehörte und sich somit ein First Class National Honours-Diplom, tolle Preise und einen Pokal sichern konnte.

In diesem Schuljahr ist die Teilnahme an der The Big Challenge wieder geplant, damit noch mehr Schülerinnen und Schüler ihre Englischkenntnisse unter Beweis stellen können.

Jette Orthaus & Sophie Tenbrink

Workshop “Kommunikation” am Methodentag

Der erste Methodentag im Schuljahr 2020/21 gestaltete sich für den 10. Jahrgang als Workshop, der gemeinsam mit der Stiftung Haus Hall, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, durchgeführt wurde. Wegen der Corona-Pandemie musste der Ablauf etwas umgestellt werden: Während die Zehntklässler in den Jahren zuvor in die Einrichtung nach Gescher fuhren, reisten deren Mitarbeiter*innen Monika Holtmann-Gesing, Dagmar Tegeler und Markus Bönning nach Stadtlohn, um im Forum mit den jungen Leuten das Thema “Kommunikation” anzugehen.   

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Herbstmail 2020 (12.10.2020)

Liebe Schulgemeinde,

die Herbstferien haben begonnen und wir sind alle froh und dankbar, dass wir das erste Quartal in diesen unruhigen Zeiten zunächst einmal gut überstanden haben und der Präsenzunterricht wie geplant stattfinden konnte. Der Krankenstand sowohl bei den Schüler*innen als auch bei den Kolleg*innen ist gering, Klassenarbeiten konnten geschrieben werden.

Leider mussten aufgrund von Infektionen etliche Schulen in unserer näheren Umgebung den Schulbetrieb schon einschränken bzw. ganz schließen. Auch wir können nicht davon ausgehen, weiterhin davon verschont zu bleiben. Sollte es zur (Teil-)Schließung kommen, wird der Unterricht als Distanzunterricht fortgeführt.
Neu ist seit den Sommerferien, dass die im Distanzunterricht erbrachten Leistungen in die Benotung miteinfließen. Die betroffene Klasse wird am ersten Tag in der ersten Stunde um 8:05 Uhr per Videokonferenz vom Klassenlehrer über das weitere Vorgehen informiert. Über die Plattform Moodle erhalten die Schüler eine Übersicht über alle Aufgaben, die in den einzelnen Fächer bearbeiten werden sollen. Sie können diese Plattform über ISERV erreichen. Die Teilnahme am Online-Unterricht und Bearbeitung der Aufgaben ist verpflichtend.

Wie in den Schulmitwirkungsgremien bereits angekündigt, werden wir in den Herbstferien alle Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8-10 mit Office 365 ausstatten. Das wird dann bedeuten, dass alle Schüler*innen Zugang zu Word, Excel, Powerpoint, Onedrive, OneNote usw. haben. Ihr Kinder können die Software auf 5 Geräten installieren und auch Online über office.com nutzen. Kosten entsehen Ihnen dafür nicht.

Viele der bereits bekannten Termine und Veranstaltungen werden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht, bzw. in stark veränderter Form stattfinden können. Für den Elternsprechtag können wir leider nur Gespräche mit dem Klassenlehrer / der Klassenlehrerin anbieten, in dem Sie über den Leistungsstand Ihres Kindes informiert werden. Sie als Eltern können dabei entscheiden, ob Sie ein persönliches oder ein telefonisches Informationsgespräch wünschen. Nähere Informationen zum Verlauf gehen Ihnen in der nächsten Zeit zu. Für den „Tag der offenen Tür“ laufen derzeit die Planungen, damit dieser trotz der Corona-Einschränkungen durchgeführt werden kann. Momentan können wir noch nicht sagen, ob die 5. und 6. Jahrgangsstufe das Weihnachtliche Singen in der Woche vor den Weihnachtsferien durchführen kann. Abgesagt werden musste leider schon die Anna-Party.

Nach den Herbstferien werden wir uns weiterhin mit den Umständen rund um das Corona-Virus beschäftigen müssen. Ob es eine neue Maskenpflicht geben wird, wird am Ende das Ministerium entscheiden. Wir als Schule werden zunächst abwarten, wie sich die Umstände entwickeln und welche Konsequenzen in Bezug auf Maßnahmen daraus entstehen. Sicher aber werden wir die Unterrichtsräume häufig und gut lüften müssen. Als Konsequenz daraus wird die Raumtemperatur sicher nicht so hoch sein, wie wir es vielleicht gewöhnt sind. Wir empfehlen daher allen Schüler*innen, grundsätzlich warme Kleidung zu tragen, die auch ein Stoßlüften während des Unterrichts zulässt. Ebenfalls werden die Schüler*innen die Pausen auch bei zumutbarem „Schmuddelwetter“ auf dem Schulhof an der frischen Luft verbringen müssen. Regenpausen, die im Klassenraum verbracht werden, werden nur bei wirklich schlechtem Wetter angeordnet werden. Bitte achten Sie daher auch darauf, dass Ihre Kinder regenfeste Kleidung, eventuell in Form eines Friesennerzes, anziehen oder einen Regenschirm mitbringen.

Bitte achten Sie auf die Empfehlungen und Informationen der Regierung und des RKI, die die Reisen in Risikogebiete betreffen. Falls Sie in einem Risikogebiet (Inland oder Ausland)waren, beachten Sie bitte die Quarantänevorgaben.

Wir wünschen Ihnen gute und erholsame Herbstferien. Wir hoffen, dass viele von Ihnen den Urlaub genießen können.

In Erwartung auf ein gesundes Wiedersehen verbleiben wir mit lieben und herzlichen Grüßen

R. Schipper

Gleichstellungsbeauftragte besucht Sowi-Kurs

Das Thema der Unterrichtsreihe lautete “Der Mensch – ein kulturelles Wesen!” Unter diesem Titel hatte sich der sozialwissenschaftliche Kurs des 9. Jahrgangs u.a. mit der Erziehungsbedürftigkeit des Menschen, seiner Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Gruppen, dem Erwerb sozialer Rollen und dem (auch geschlechtsspezifischen) Rollenverhalten beschäftigt. Zu der in diesem Zusammenhang aufkommenden Frage “Gleichberechtigung – Wunsch oder Wirklichkeit?” lud die Fachlehrerin Frau Kreielkamp-Gesing die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Stadtlohn Frau Cordula Mauritz in den Unterricht ein.

Der von Frau Mauritz als Einstieg gewählte Impulsfilm sorgte für einige Überraschungen. “Wie lange dauert es bis zur völligen Gleichberechtigung der Geschlechter, wenn das bisherige Reformtempo beibehalten wird?” Die schockierende Antwort: “217 Jahre!”

Nachdem die Gleichstellungsbeauftragte sich mit ihrem persönlichen und beruflichen Werdegang den Jugendlichen vorgestellt hatte, begann sie ihre Ausführungen mit dem Verweis auf das Grundgesetz, in dem seit 1949 steht, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. 1994 folgte die Ergänzung ‘Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin’. “Die Umsetzung dieses Verfassungsauftrages ist meine Hauptaufgabe”, erklärte Mauritz. “Die konkrete Verwirklichung erfolgt u.a. durch den Einsatz für Frauenförderung, die Beratung von Frauen in Krisensituationen, die Schaffung von Bildungsangeboten, aber auch durch die Erstellung eines Kulturprogramms.”

Frau Mauritz stellte den Jugendlichen frauenrelevante Themen vor, zu denen neben Beruf, Rente, Gesundheit auch das Phänomen Gewalt gehört. Besonders wichtig sei es, das Thema Gewalt aus der Tabuzone zu holen. “Überhaupt ist es mein Anliegen, die Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu heben.”

Um die Fünfzehnjährigen für das Thema Gleichberechtigung zu sensibilisieren, sprach die Expertin freimütig über sich und ihre persönliche Familien- und Lebenssituation. Dadurch fühlten sich die Neuntklässler ermutigt, auch über das von ihnen erlebte elterliche Rollenverhalten zu berichten. “Es gibt verschiedene Modelle eines ’emanzipierten’ Familienlebens. Jede Familie muss ihre eigene Form finden. Dazu ist es dann auch mal nötig, die ‘Komfortzone’ zu verlassen”, kommentierte der Gast.

Frau Mauritz forderte die jungen Leute nachdrücklich dazu auf, bei der Berufswahl sehr umsichtig zu sein. Im Gegensatz zu früher müsse man heute als Mädchen von einer lebenslangen Berufstätigkeit ausgehen. Diese schränke die (meist weibliche) Altersarmut deutlich ein.

Zur weiteren Vertiefung und Veranschaulichung des Themas händigte die Gleichstellungsbeauftragte den Schülerinnen und Schülern Prospektmaterial aus, welches den Informationsgehalt der Unterrichtstunde komplettierte.