"Praktikumsbericht"
 

Das Betriebspraktikum 2007

Schon Wochen vorher gab es in den Klassen 9a und 9b kaum ein anderes Gesprächsthema als das Betriebspraktikum, das vom 08.10. bis zum 26.10.2007 durchgeführt werden sollte. Nicht nur wir, die Schüler, waren aufgeregt, sondern auch die Klassenlehrer hatten noch viele gute Tipps und Ratschläge für uns, bevor wir dann gleich nach den Herbstferien zum ersten Mal die Luft der Arbeitswelt schnuppern durften.
Die meisten von uns waren ziemlich nervös und hatten Angst, irgendetwas falsch zu machen oder waren einfach nur schüchtern am Anfang. Das hat sich aber nach einigen Tagen gelegt, da jeder von uns herzlich aufgenommen wurde und keiner ernsthafte Probleme mit Mitarbeitern oder Vorgesetzten am Arbeitsplatz hatte.
Fast alle Berufe waren in unserer Stufe vertreten, von der Friseurin über den Elektriker bis hin zur Tierarzthelferin. Sehr beliebt, besonders bei den Mädchen, war der Beruf der Erzieherin. Auch der Beruf der Physiotherapeutin / des Physiotherapeuten war sehr gefragt bei den Neunern.
Viele der Jungen haben sich für den handwerklichen Bereich interessiert, zum Beispiel als Tischler oder in der Metallverarbeitung. Aber mindestens genauso groß war das Interesse im Informatik-Bereich.
An der Büroarbeit waren Mädchen und Jungen gleichermaßen interessiert, allerdings in sehr verschiedenen Bereichen. So waren einige im Bürgerbüro der Stadt, andere bei Anwälten oder Versicherungen.

Ich persönlich habe mein Praktikum im medizinischen Bereich ausgeführt, nämlich in einer physiotherapeutischen Praxis. Mir hat die Arbeit dort sehr viel Spaß gemacht, vor allem die Arbeit mit behinderten Menschen hat mich beeindruckt. In den drei Wochen habe ich allerdings auch festgestellt, dass dieser Beruf auf Dauer nicht der richtige für mich wäre. Dennoch bin ich froh, dass die Schule und die Arbeitgeber es uns ermöglichen, diese Art von Erfahrungen zu machen.

Für jeden von uns waren die drei Wochen Betriebspraktikum ein großes Erlebnis. Den meisten SchülerInnen hat das Praktikum sehr geholfen, sich bei ihrer Berufswahl ein Stück sicherer zu werden.
Entweder hat man bemerkt, dass man sich vielleicht doch einen anderen Beruf aussuchen sollte, da man dort eventuell glücklicher wäre oder man hat festgestellt dass man mit seinem Berufswunsch genau richtig liegt. In beiden Fällen war das Praktikum hilfreich und daher ein Erfolg.
Nach zwei Wochen Ferien und drei Wochen Praktikum war es ziemlich schwer, wieder in den geregelten Schulalltag zurückzufinden. Doch auch in der Schule war das Thema Betriebspraktikum noch nicht vorbei. Im Politikunterricht haben wir in Gruppen das Praktikum ausgewertet und Plakate erstellt, die wir dann unseren Klassenkameraden und später den Schülern des 8. Jahrgangs vorgestellt haben.
Zusätzlich zu den Plakaten hat jeder Schüler eine Praktikummappe angefertigt mit verschiedenen Berichten, Protokollen und natürlich vielen Fotos. Diese Mappen wurden dann von dem jeweiligen Betreuungslehrer des Schülers gelesen und bewertet.
Alles in allem war das Betriebspraktikum eine schöne und vor allem lehrreiche Erfahrung.

Britta Dücker, Klasse 9a