Projekttag "Flüchtlinge bei uns"
 

Viel gelernt an einem Tag

     
 

Wir haben bei unserem Projekttag "Flüchtlinge bei uns" viel über die neuen Nachbarn in der ehemaligen "Kochschule" erfahren.
Drei Schulstunden hatten wir Zeit, uns mit dem Thema Flüchtlinge auseinanderzusetzen und eine Präsentation vorzubereiten. Drei Stunden in denen wir uns altersgerecht mit dem Thema Flucht und ihren Folgen auseinandergesetzt haben.
In der Mitte der Aula stand während der Präsentation ein Kreuz, an dem Kerzen und Rosen abgelegt waren. "Das ist das Lampedusa-Kreuz", erzählte Schulleiterin Regina Frenker. "Das Kreuz ist aus Planken von Flüchtlingsbooten gefertigt, die in Lampedusa gestrandet sind",
Melina Schmittmann aus der 5b fand den Projekttag sehr gut. "Vorher wusste ich noch nicht so viel über Flüchtlinge, aber heute habe ich eine Menge gelernt", sagte sie. Mit ihrer Klasse hat sie viele bunte Papierboote gebastelt und in Form des Seenotsignals "S-O-S" auf ein Plakat geklebt.
Auch Elena Wansing und Lena Schmittmann, beide aus der 10b, fanden den Tag wichtig. "Ich finde es gut, dass wir in der Schule darüber reden und einen Überblick bekommen, wie es den Flüchtlingen geht", erzählte Elena Wansing am Rande der Präsentation. "Es ist wichtig, dass man über die Situation redet, und versucht den Flüchtlingen zu helfen", ergänzte Lena Schmittmann.
Die erste Hilfe gab es dann direkt während der Präsentation: Die Klasse 10a hat ein Kochbuch zusammengestellt, mit Rezepten aus den verschiedenen Herkunftsländern und aus Deutschland und dieses zusammen mit einem Korb voll Lebensmittel an die Flüchtlinge übergeben, die in der Nachbarschaft untergebracht sind und zu der Präsentation eingeladen waren.
Einige der Flüchtlinge haben zuvor mithilfe eines Übersetzers den Acht- bis Zehntklässlern von ihrer Flucht aus Syrien nach Deutschland berichtet.
Zum Abschluss präsentierte der münstersche Rapper Johannes Jötten zusammen mit acht Schülern einen Rap zur Flüchtlingsproblematik. Der gesamte Text wurde am Vormittag erarbeitet, in Reime gefasst und schließlich der Rap geprobt. "Normalerweise brauchen wir für so einen Workshop zwei Tage, hier haben wir es in zwei Stunden hingekommen", erklärte Jötten.

... weiter mit Bildern